Johann Ludwig Aberli
1. November 1723, Winterthur – 17. Oktober 1786, Bern
Nach kurzer Schulzeit wurde er Schüler des Landschaftsmalers Heinrich Meyer, der ihn im Alter von 18 Jahren an die Zeichenschule von Johann Grimm in Bern schickte. Dort erlernte er das Porträt- und Landschaftsmalen. In den 1740er-Jahren unternahm er eine Studienreise durch das Berner Oberland, die ihn nachhaltig zur Landschaftsmalerei inspirierte. Später leitete er die Zeichenschule von Grimm und unternahm zahlreiche Reisen innerhalb der Schweiz. Er gilt als wichtigster Vertreter der Schweizer Kleinmeister, der mit seinen kleinformatigen Veduten und Landschaftsdarstellungen in der Blütezeit des Alpentourismus einen breiten Markt bediente. Die nach ihm benannte «Aberlische Manier» bezeichnet eine Technik, bei der zarte, handkolorierte Umrissradierungen den Eindruck originaler Zeichnungen erzeugen.