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Kunstmuseum Winterthur:

Johann Jakob Frey

Studie von Himmel und Wolken mit dem Monte Circeo und den Pontinischen Inselen, o. J.

Frey_Himmel und Wolken

Johann Jakob Frey
Studie von Himmel und Wolken mit dem Monte Circeo und den Pontinischen Inseln, o. J.
Privatsammlung Paris

Der Himmel ist naturgemäss die wichtigste Lichtquelle in der Landschaftsmalerei, und so überrascht es nicht, dass Künstler, die im Freien arbeiteten, ihre Aufmerksamkeit zunehmend nach oben richteten.

Im Zentrum der hier gezeigten Werkgruppe von Johann Jakob Frey und anderen Künstlern stehen die Wolken in ihren wechselnden Formen und Zuständen. Der Schweizer Maler Frey widmete sich während seiner italienischen Lehrjahre mit besonderer Intensität dem Himmel und seinen mannigfaltigen Erscheinungen. Freys Ölstudien sind eindrucksvolle Zeugnisse einer neuen Naturauffassung zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Der Blick schweift in die Weite, über ockerfarbene Felder hinaus, an der Küste entlang und übers Meer, in dem die Silhouette der Pontinischen Inseln erscheint. Diese landschaftlichen Elemente bleiben jedoch zurückhaltend. Frey deutet sie lediglich an, mit schnellen groben Pinselstrichen. Im Fokus stehen die mächtigen Wolkentürme, auf die das Licht fällt und die Himmel und Leinwand dominieren. Die verschiedenen Weiss- und Grautöne halten das Licht fest. Um die Wolken schimmert der Hintergrund durch und sie lassen die Unmittelbarkeit des Werkes spürbar werden.

Die Darstellung der Wolken nimmt seit den ersten Ölstudien eine besondere Rolle ein. Das Arbeiten unter freiem Himmel ermöglichte es den Künstlern erstmals, flüchtige Wetterphänomene unmittelbar auf Papier zu bringen. Regen, Wind und wechselnde Lichtverhältnisse wurden zu eigenständigen Bildmotiven in Studien, die Frey und seine Kollegen später in ihren Ateliers in grössere Ölgemälde verarbeiteten.